Evolving Cities

Bis zum Jahr 2050 werden schätzungsweise mehr als 80 % der europäischen Bevölkerung in oder in der Nähe einer Stadt leben und einen urbanen Lebensstil pflegen. Kleinstädte und Dörfer in Europa schrumpfen, während die größeren Städte rasant wachsen. Daher wird es für uns immer wichtiger, unsere Städte und Gemeinden "neu zu denken".

Jede Stadt oder jeder Stadtteil basiert auf der Beziehung zwischen der Stadt und ihren Bewohnern und den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, die die Menschen im Laufe der Zeit für ihre Stadt entwickelt haben. Die Stadt kann im Mittelalter ein Marktplatz gewesen sein, im 19. Jahrhundert ein industrielles Produktionszentrum; sie kann ein Ort sein, an dem sich die Verkehrssysteme treffen, ein Ort, an dem Menschen leben und von dem aus sie pendeln und vieles mehr. Im Laufe der Jahrhunderte waren unterschiedliche Ansätze der Stadtorganisation erforderlich, damit die Stadt überhaupt funktionieren konnte.

Was erwartet Sie?

Sie werden sich der urbanen Grundstrukturen der Stadt bewusst, erkennen ihre historischen Epochen, ihre Gliederung und ihr Wachstum, erforschen bislang unbekannten Funktionen von Gebäuden und bringen sie mit Ihren persönlichen Erfahrungen und Gefühlen in Verbindung. Sie werden erkennen, dass eine tiefgründige Beschäftigung mit dem Ursprung Ihrer Stadt Wunder für Ihre Gemeinschaft bewirken kann.

Historische Bezüge zur Stadtentwicklung

Jede Stadt oder jeder Stadtteil basiert auf der Beziehung zwischen der Stadt und ihren Bewohnern und den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, die die Menschen im Laufe der Zeit für ihre Stadt entwickelt haben. Die Stadt kann im Mittelalter ein Marktplatz gewesen sein, im 19. Jahrhundert ein industrielles Produktionszentrum; sie kann ein Ort sein, an dem sich die Verkehrssysteme treffen, ein Ort, an dem Menschen leben und von dem aus sie pendeln und vieles mehr. Im Laufe der Jahrhunderte waren unterschiedliche Ansätze der Stadtorganisation erforderlich, damit die Stadt überhaupt funktionieren konnte.

Was lernen Sie in dieser Übung?

  • gemeinschaftliches Engagement
  • die Stadt erfahren ("lesen")
  • analytische Fähigkeiten

Was benötigen Sie für diese Übung?

Überlegungen zum Abschluss dieser Übung

Städte befinden sich in einem ständigen Wandel, sie wachsen und verändern sich ständig. In einigen Städten ist es einfach, dieses Wachstum zu erkennen. Man kann die historische Entwicklung der Stadt dadurch nachvollziehen, indem man einfach einer Linie vom Zentrum aus nach außen folgt, wie beim Zählen der Jahresringe eines Baumes.

In den meisten Städten ist dies jedoch schwieriger, da eine historische Epoche die vorherige überlagert hat und Pläne und Gebäude aus verschiedenen Epochen stammen. Wir können verschiedene historische Baustile als Referenz für den historischen Bereich einer Stadt verwenden, aber seien Sie vorsichtig, die Realität ist nicht immer das, was sie zu sein scheint! Ein Gebäude kann sich seit seiner Erbauung mehrfach verändert haben.

Wir sollten uns auch darüber im Klaren sein, dass sich die Baustile der Gebäude von Region zu Region und von Land zu Land in Abhängigkeit von vielen Faktoren unterscheiden können, was es in einigen Fällen schwierig macht, sie für den zufälligen Beobachter genau zu datieren.

Vielleicht überlässt man die Beurteilung des Baustils am besten einem Fachmann?

Ab in der Untergrund!

Durch diese Übung, bei der Sie und Ihre Freunde aufgefordert werden, in den Untergrund zu gehen (sicherlich ein bisschen verrückt), werden Sie sich inspirierter und motivierter fühlen, Ihre Gemeinschaft zu verändern.

Untergrund- oder Alternativkultur ist eine Art von Kultur, die außerhalb oder am Rande des Mainstream bzw. der Populärkultur existiert, in der Regel unter dem Einfluss einer oder mehrerer Subkulturen. Sie werden oft als alternative Kulturen oder insgesamt als Alternativkultur bezeichnet. Im Gegensatz zu dem eher politisch aufgeladenen Begriff der Gegenkultur.

In London ist Camden Town für seine Untergrundkultur bekannt https://en.wikipedia.org/wiki/Camden_Town

Was lernen Sie in dieser Übung?

  • Gemeinschaftliches Engagement
  • Teamwork und soziale Kompetenz
  • Kommunikation
  • Verhandlungen

Anleitung

Bitten Sie zwei Freund*innen oder Kolleg*innen an dieser Übung teilzunehmen.

Studieren Sie die Liste:  85 Dinge, die Ihrer Nachbarschaft gut tun

Wählen Sie einzeln Ihre 10 geeignetsten Dinge aus.

Diskutieren Sie mit Ihren Kolleg*innen Unterschiede und Ähnlichkeiten.

Entscheiden Sie sich für Ihre gemeinsamen Top 5 und setzen Sie diese in die Tat um!

Tipp!

Diese Übung kann in Kombination mit allen Übungen des Moduls 4: Hardware- und Software-Bereiche der Städte verwendet werden.

Was benötigen Sie für diese Übung?

  • Internetverbindung
  • Smartphone oder ähnliches Gerät
  • Mut/ Engagement
  • zwei Kolleg*innen / Bekannte / Freunde

Inwieweit stimmen Sie der folgenden Aussage zu?

"Ich denke, das Wichtigste, was wir für unsere Stadtteile tun können, ist, uns über die großen Veränderungsprozesse im Klaren zu sein, die amerikanische Städte durchführen müssen: Beseitigung der dramatischen Wohnungsnot, die die meisten wohlhabenden Städte plagt, Umbau der vom Auto abhängigen Infrastruktur, Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Weiterbildung, Anpassung an den Klimawandel und Senkung der Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahrzehnten auf Null. Alles andere ist Augenwischerei." - Alex Steffen, Autor, Redner, Zukunftsforscher, The Heroic Future

 

Die Stadt erkunden / "lesen"

Wir können die räumlichen Abgrenzungen / Unterteilungen einer Stadt erkennen. Aber können wir sie auch "lesen"?

Räumliche Unterteilungen werden durch die geografische Beschaffenheit - einen Fluss, ein Fabrikgelände oder eine Eisenbahnlinie - verursacht. Die Stadt ist räumlich unterteilt in einen öffentlichen Raum (Parks, Straßen, Marktplätze) und einen privaten Raum (private Gärten, Höfe).

Manchmal ist es schwierig, sich einen Überblick über eine Stadt zu verschaffen, da viele Städte Schicht für Schicht mit unterschiedlichen und manchmal widersprüchlichen Vorstellungen von Stadtplanung gewachsen sind. Die Vielfalt an Veränderungen und die Lebendigkeit kann für die Sinne verwirrend sein.

Es gibt jedoch in jeder Stadt eine Reihe von klaren Mustern und Elementen, die uns verständlich machen, wie sie zusammengesetzt ist.

Wie sieht Ihre Stadt aus?

Was lernen Sie in dieser Übung?

  • Gemeinschaftliches Engagement
  • in die Zukunft schauen
  • Wissen über Landkarten
  • Digitale Fähigkeiten

Anleitung

- Lesen Sie den Text "Bausteine und Strukturen einer Stadt" ( The elements and divisions of the city )
- Schauen Sie sich zur Inspiration die folgenden Stadtpläne (Zip Datei mit verschiedenen Fotos) an
- Betrachten Sie nun Ihre Gemeinde oder Stadt aus der Vogelperspektive, indem Sie Google Maps verwenden
- Suchen Sie eine Karte, die Ihre Stadt vor 100 Jahren zeigt
- Denken Sie darüber nach und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  1. Sehen Sie regelmäßige und/oder unregelmäßige Bereiche?
  2. Wurde die Stadt geplant oder hat sie sich spontan entwickelt?
  3. Gibt es eine andere spezifische Form?
  4. Warum?
  5. Betrachten Sie die historische Karte/den Stadtplan und die heutige Karte? Wie hat sich die Struktur der Gemeinde/Stadt in der Zeit dazwischen verändert?
  6. Warum?
  7. Versuchen Sie sich vorzustellen, wie Ihre Stadt im Jahr 2050 aussehen wird!

Tipp!

Diese Übung kann in Kombination mit Modul 4: Hardware- und Softwarebereiche der Städte (alle Übungen) verwendet werden.

Was benötigen Sie für diese Übung?

  • Internetverbindung
  • Smartphone oder ähnliches Gerät
  • Google maps
  • Eine Karte, die Ihre Stadt vor 100 Jahren zeigt

Überlegungen nach Abschluss dieser Übung

Wie sieht Ihre Stadt heute aus, wo leben, arbeiten und spielen die Menschen? Wie wird dies durch die räumlichen Elemente der Stadt bestimmt?

Die räumlichen Unterteilungen der Stadt entstehen oft in Kombination mit unbewussten Elementen: Gibt es in jedem Viertel noch ein Gotteshaus, eine Bibliothek, ein Postamt, eine Bank, eine Kneipe oder eine Bar? Funktionieren die kleinen lokalen Geschäfte noch?

Fahren alle mit dem Auto zum Einkaufszentrum und hat das Internet unsere Städte für immer verändert?

Gebäude erkunden / "lesen"

Die Beschäftigung mit den verschiedenen Materialien und Formen eines Gebäudes trägt oft dazu bei, einen Eindruck von einer Stadt zu gewinnen.

Wir lesen ständig Formen, Gestalt, Farben und Stoffe um uns herum. Das ist angeboren, wir können es schlicht nicht vermeiden. Aus der Nähe betrachtet, vermitteln die Formen und Materialien der Stadt ein Gefühl von Stärke, Lebendigkeit und Vielfalt. Gebäude bilden einen Bezugspunkt und können eine Wohltat für das Auge sein.

Können Sie ein Gebäude für jemanden, der es noch nie gesehen hat, mit Worten beschreiben?

Was lernen Sie in dieser Übung?

  • Gemeinschaftliches Engagement
  • Analytische Fähigkeiten
  • Vorstellungskraft
  • Inspiration
  • Kommunikation
  • Teamarbeit

Anleitung

  1. Bitten Sie eine Kollegin/Freundin oder einen Kollegen/Freund, an dieser Übung teilzunehmen.
  2. Machen Sie einen Spaziergang entlang Ihrer Straße, wobei jeder von Ihnen ein Gebäude auswählt.
  3. Führen Sie folgende Übungen durch:
    1. Alle Gebäude können unabhängig von ihrem Alter oder ihrem historischen "Wert" nach ihrer Form und ihrem Zweck bewertet werden. Daher ist es eine gute Idee, mit der Beobachtung und Beschreibung der baulichen Merkmale und Eigenschaften des Gebäudes zu beginnen und dann seine Bedeutung, die Absichten des Architekten und vor allem die Gefühle, die das Gebäude bei Ihnen auslöst, zu hinterfragen.

    2. Ermitteln Sie einige grundlegende Informationen. Bestimmen Sie z. B. das Material, den Erbauer/Architekten, die Bauzeit und den Baustil. Achten Sie auf den Maßstab und die Form.

    3. Machen Sie ein paar "Hausaufgaben". Wenn Ihnen ein Gebäude ins Auge sticht, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um im Internet zu recherchieren oder ein Buch über die Gegend zu lesen, oder sprechen Sie mit anderen Experten, z. B. mit Museumsmitarbeitern der Stadt oder mit Freunden, die sich für Architektur interessieren. Recherchen und Diskussionen können Ihre Einschätzung vertiefen.

    4. Erkunden Sie Ihre Gefühle in Bezug auf ein bestimmtes Gebäude. Welche Gefühle löst es bei Ihnen aus? Fühlen Sie sich traurig, glücklich, neugierig, religiös oder wütend oder....?

    5. Machen Sie sich bewusst, was Sie an dem Gebäude mögen und was nicht, um es besser zu verstehen. Wenn Ihnen ein bestimmter Stil nicht gefällt, machen Sie sich keine Sorgen, es gibt sicher auch etwas, das Ihnen gefällt!

    6. Beziehen Sie das, was Sie sehen, auf Ihr eigenes Leben oder auf andere Gebäude, die Sie kennen. Greifen Sie auf frühere Erfahrungen zurück und stellen Sie Assoziationen her. Wie kann dieses spezielle Gebäude mit Ihnen und Ihrem Leben in Verbindung gebracht werden?

    7. Denken Sie über die "Bedeutung" des Gebäudes nach. Öffnen Sie Ihren Geist und denken Sie über unsere Vorurteile hinaus. Alt = gut, modern = schlecht. Ist es eine Allegorie? Gibt es eine versteckte Botschaft? Erzählt es eine Geschichte? Ist es abstrakt? Lesen Sie die Beschreibungen zum Gebäude.

    8. Sie können auch nach anderen Gebäuden desselben Architekten oder nach Gebäuden gleichen Baustils anderer Architekten suchen, oder sogar nach der Epoche und dem persönlichen Leben des Architekten.

    9. Lassen Sie die Gebäude Ihre Fantasie beflügeln!

  4. Beschreiben Sie das Gebäude anhand der Übungen für Ihren Freund, der es noch nie gesehen hat.
  5. Was haben Sie gedacht, was haben Sie gefühlt?

Was benötigen Sie für dieses Übung?

  • Internetverbindung
  • Smartphone oder ähnliches Gerät
  • Kolleg*in / Freund*in
  • Phanatsie / Vorstellungskraft

Überlegungen nach Abschluss dieser Übung

Überlegen Sie, welche Ähnlichkeiten Ihre Antworten und die Ihres Freundes haben. Was sind die Gemeinsamkeiten? Und warum?
Inwieweit war es für Sie von Vorteil, andere Perspektiven/Inputs zu hören?
Was haben Sie über sich selbst gelernt?
Würden Sie die Übung noch einmal machen? Warum? Warum nicht?